MÜNCHEN (Deutschland) – Nachdem sich der Wirbel um die Qualifikationsrunden zum FIBA Women's Basketball World Cup 2026 gelegt hat, ist jetzt der perfekte Zeitpunkt für eine neue Ausgabe der Power Rankings.
Nachdem die Träume von acht Nationen zerplatzt sind, hat sich das Teilnehmerfeld auf 16 reduziert, und wir beginnen nun den Countdown für das große Finale in Berlin.
Unter Berücksichtigung der Ergebnisse und Leistungen bei den Qualifikationsturnieren sieht die Prognose unserer Expertenrunde wie folgt aus.
1. USA (-)
Wie erwartet blieben sie ungeschlagen, niemand konnte den Meisterinnen etwas anhaben. Die Debüts von Caitlin Clark und Paige Bueckers verliefen reibungslos, und beide sorgten zweifellos für zusätzliche Aufmerksamkeit beim Turnier in San Juan – erstere als TISSOT MVP.
Nachdem das Duo nun die Führung übernommen hat, wird es seine Plätze sicherlich behalten. Da auch Rhyne Howard sehr beeindruckend spielt, ist es keine große Überraschung, dass die USA das Team sind, das es zu schlagen gilt. Beängstigend ist, dass A'ja Wilson und Breanna Stewart noch nicht einmal dabei sind.
2. Australien (-)
Es war eine herausragende Leistung der Opals, in der härtesten Gruppe ungeschlagen zu bleiben. Sie entschieden knappe Spiele für sich, indem sie einen Gang zulegten und an beiden Enden des Spielfelds entscheidende Aktionen zeigten. Der Konkurrenzkampf um die Plätze im Kader ist hart, und das war deutlich zu spüren.
Ob in der Startformation oder als Einwechselspielerinnen – die Leistung war gut und unterstrich die große Auswahl an Optionen, über die Trainerin Sandy Brondello verfügt. Hartnäckig und körperbetont, clever, technisch versiert und erfahren – sie machten eine hervorragende Figur, angeführt von TISSOT-MVP Sami Whitcomb.
3. Belgien (+1)
Die Cats zeigten in Wuhan eine hervorragende Leistung, insbesondere als sie den heimischen Favoriten China mit präzisem Passspiel und Teamwork regelrecht auseinandergenommen haben. Allein schon für ihr erstklassiges Passspiel hätten sie einen Platz in der Rangliste weiter oben verdient – doch dort ist kein Platz mehr frei.
Die Cats zeigten in Wuhan eine hervorragende Leistung, insbesondere als sie den heimischen Favoriten China mit präzisem Passspiel und Teamwork regelrecht auseinandergenommen haben. Allein schon für ihr erstklassiges Passspiel hätten sie einen Platz in der Rangliste weiter oben verdient – doch dort ist kein Platz mehr frei.
4. Frankreich (-1)
Selbst nachdem Iliana Rupert verletzungsbedingt ausgefallen war, dominierte Frankreich. Vielleicht war es eher eine Vier-Sterne- als eine Fünf-Sterne-Leistung, doch sie zeigten das Potenzial, in Berlin eine 73-jährige Durststrecke ohne Podiumsplatz zu beenden. Ihr Abstieg hängt allein mit dem Aufstieg der „Cats“ zusammen.
Janelle Salaun hat als TISSOT MVP zweifellos eine beeindruckende Leistung gezeigt, und wer hat Dominique Malongas Dunkings nicht geliebt? Dank der großartigen Unterstützung hatten alle, die mit den Gastgebern aus Lyon-Villeurbanne zu tun hatten, eine tolle Zeit. Mission erfüllt!
5. China (-)
Angesichts des großen Hypes um ihre „Triple Towers“ war es schon ironisch, dass ausgerechnet der Guard Shuyu Yang es in die All-Star-Fünf schaffte. Das ist allerdings ein riesiger Pluspunkt, der allen zeigt, dass es bei ihnen nicht nur um Größe und Kraft unter dem Korb geht.
Aber hat China die Erwartungen in Bezug auf die Leistung erfüllt? Sie haben sich zwar die Teilnahme in Berlin gesichert, wurden aber von Belgien deutlich geschlagen. Das zeigt, dass sie noch viel Arbeit vor sich haben, um wieder auf das WM-Podium zurückzukehren.
6. Italien (+4)
Nachdem man sich bei dem FIBA Women's EuroBasket 2025 zum ersten Mal seit drei Jahrzehnten einen Podiumsplatz gesichert hatte, kam mit der ersten WM-Teilnahme seit 32 Jahren ein Déjà-vu-Gefühl auf. Was für neun Monate das waren! Cecilia Zandalisini hat sich hervorgehoben!
Sie führte das Team am spanischen Gegner vorbei und sicherte damit die Qualifikation. Auch Lorela Cubaj glänzte, doch es war eine schöne Mannschaftsleistung, und sie haben weitere Spielerinnen, die wissen, was auf diesem Niveau gefragt ist. Werden sie mit diesem Schwung Spanien und Deutschland übertrumpfen?
7. Spanien (-1)
Spanien, die sich bereits zwei Spiele vor Schluss qualifiziert hatten, erledigten ihre Aufgabe frühzeitig mit einem 3:0-Start. Miguel Mendez wird es nicht gefallen, die letzten Tage mit einer 0:2-Niederlage zu beenden, zumal es eine Niederlage gegen den EM-Rivalen Italien war. Doch die Leistung gegen die USA war positiv.
Iyana Martin stand im Rampenlicht, und obwohl sie noch jung ist, kann sie dieses Team bereits zum Laufen bringen. Megan Gustafson hat unter dem Korb gute Arbeit geleistet, und Spielerinnen wie Maria Conde und Raquel Carrera machen Spanien in jedem Spiel zu einem schwierigen Gegner.
8. Deutschland (-1)
Insgesamt war es eine gute Leistung Deutschlands; vier Siege aus fünf Spielen entsprachen wohl den Erwartungen. Außerdem konnte Olaf Lange in seiner zweiten Amtszeit als Trainer seinen ersten Turniersieg verbuchen, was von großem Wert ist.
Das große Gesprächsthema ist zweifellos die sensationelle Leistung von Frieda Buhner. Die aufstrebende Starspielerin überzeugt auf der größten Bühne. Auch Emily Bessoir hat aufgefallen, und für das Turnier in Berlin stehen noch einige weitere Top-Spielerinnen auf der Liste.
9. Nigeria (-1)
Der afrikanische Meister hätte sich von Korea nicht so unter die Räder nehmen lassen dürfen. Eine Niederlage mag sein, aber es war eine deutliche Niederlage, und zusammen mit den Niederlagen gegen Deutschland und Frankreich schieden sie mit einer Bilanz von zwei Siegen und drei Niederlagen aus dem Turnier aus.
Bei Rene Wakama werden die Alarmglocken nicht läuten. Es gab auch positive Aspekte. Die Mannschaft hat sich gut erholt und zeigte gegen Frankreich und Deutschland eine solide Leistung. Aber es war nicht das Leistungsniveau von Paris 2024 – sparen sie sich das vielleicht für Berlin auf?
10. Japan (-1)
Ja, sie haben es geschafft, sich durchzukämpfen und sich schließlich zu qualifizieren, aber diese japanische Mannschaft sollte auf keinen Fall drei Spiele hintereinander verlieren. Auch wenn man berücksichtigt, dass es sich um eine extrem starke Gruppe handelt, müssen sie sich deutlich steigern.
Es ist ihr Verdienst, dass sie sich gerettet haben, und es war schön zu sehen, dass Mai Yamamoto wieder in Form ist und sich jüngere Spielerinnen wie Kokoro Tanaka profilieren. Aber sie müssen herausfinden, wie sie sich für Berlin verbessern können – angefangen bei mehr Steals.
11. Türkei (-)
Sie hatten zwar Heimvorteil, doch manchmal ist das eher ein Fluch als ein Segen. Obwohl sie mit einem neuen Trainer und einer neuen Spielerin im Kader große Entscheidungen getroffen hatten, schafften sie die Qualifikation bereits ein Spiel vor Schluss, was beeindruckend ist.
Kennedy Burke zeigte mit herausragenden Leistungen bei den Siegen gegen Kanada und Japan eine starke Leistung, Sevgi Uzun war wie immer eine inspirierende Kraft, während Olcay Cakir entscheidende Spielzüge machte. Doch die deutliche Niederlage gegen Ungarn war ein bitterer Abschluss.
12. Korea (+4)
Eine der größten Aufsteigerinnen in der Rangliste, das rekordverdächtige Shooting-Ass Leeseul Kang, traf den Nagel auf den Kopf. Sie erklärte, dass sie keineswegs die schwindende Macht im internationalen Basketball seien, wie manche glauben, sondern wieder zu den Titelanwärtern zählen könnten.
Dank ihrer beeindruckenden Wurfstärke sowie der guten Leistungen der Centerinnen Ji Su Park und Jihyun Park schnitten sie besser ab als erwartet. Der Sieg gegen Nigeria war ein echter Prestigeerfolg für die asiatische Mannschaft.
13. Ungarn (+4)
Hut ab vor Ungarn. Sie haben es sich wirklich nicht leicht gemacht. Vom Vorqualifikationsturnier über den Sieg gegen Japan bis hin zur Verlängerung gegen Argentinien und dem alles entscheidenden letzten Spieltag gegen die Türkei, der mit einem unvergesslichen Sieg endete.
Nach 28 Jahren kehrt das Team auf diesem Niveau zurück, und dank der Topform von All-Star-Fünf-Spielerin Dorka Juhász ist alles möglich. Aber um ehrlich zu sein, war die Unterstützung von Spielerinnen wie Reka Lelik, Virág Takács-Kiss und Debora Dubei unverzichtbar.
14. Tschechien (-1)
Sie haben es wie erwartet geschafft, aber es war eine Achterbahnfahrt. Am Ende hatten sie ihr Schicksal nicht mehr selbst in der Hand und mussten darauf hoffen, dass China ihnen einen Gefallen tat. Das lag vor allem daran, dass sie von außen nicht gut genug getroffen haben.
Es ist jedoch toll zu sehen, dass es ein weiteres Team aus den allerersten Vorqualifikationsturnieren bis nach Berlin geschafft hat. Ein großer Pluspunkt war, dass der fantastische Nachwuchsstar Emma Cechova mit von der Partie war und es in die All-Star-Fünf geschafft hat.
15. Mali (+4)
Ein großes Lob an Mali für die Leistung in Wuhan, die sich auf das äußerst wirkungsvolle Duo Maimouna Haidara und Sika Kone stützte. Entscheidend war jedoch, dass andere Spielerinnen in entscheidenden Momenten in den Vordergrund traten, was den Ausschlag gab.
Sie mögen zwar keine große Kadertiefe haben, aber körperlich können sie mit den meisten Teams gut mithalten und haben sich als hartnäckiger Gegner erwiesen. Merkt euch das gut … sie könnten für einige der höher platzierten Teams in Berlin zum Stolperstein werden.
16. Puerto Rico (-1)
Am Ende haben sie es mit zwei hart erkämpften Siegen gegen Senegal und Neuseeland geschafft. Gegen die stärkeren Mannschaften war es jedoch ein harter Kampf, und das sollte Anlass zur Sorge geben, wenn es um die Hauptrunde geht, in der sie besser spielen müssen.
Nicht zuletzt, weil sie mehr als 36 Prozent ihrer Würfe aus der 2-Punkte-Distanz trafen. Positiv zu vermerken waren die defensive Leistung in den entscheidenden Spielen, die sie gewinnen mussten, sowie die Einbindung von Imani McGee-Stafford in das Team.
Hinweis: Die Power-Rankings sind rein subjektiv und stellen keinesfalls ein objektives, genaues Bewertungssystem dar. Alle Kommentare geben ausschließlich die Meinung des Autors wieder.
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