4.–13. Sept.
    2026

    Teamprofil: Steht Deutschland kurz davor, Geschichte zu schreiben?

    Vorschau

    Werden die Gastgeberinnen den heimischen Fans ein unvergessliches Turnier bescheren?

    BERLIN (Deutschland) – Deutschland wird beim FIBA Women's Basketball World Cup 2026 nicht nur voller Stolz als Gastgeber antreten, sondern gilt auch als Mannschaft mit dem Potenzial, weit zu kommen und um eine Medaille mitzuspielen.

    Es ist erst das zweite Mal in der Geschichte, dass Deutschland an diesem prestigeträchtigen Turnier teilnimmt. Zuvor war das Land 1998 Gastgeber. Nun könnte erneut Geschichte geschrieben werden – sei es mit der besten Platzierung aller Zeiten oder sogar mit dem ersten Podiumsplatz.

    Bei der Premiere vor 28 Jahren verpasste Deutschland das Viertelfinale. Diesmal könnte es anders laufen – insbesondere mit einem äußerst talentierten Kader, der Qualität und Erfahrung mit herausragenden Nachwuchsspielerinnen verbindet, die bereit sind, ihre Spuren zu hinterlassen.

    So haben sie sich qualifiziert

    Deutschland gewann zu Beginn des Jahres vier seiner fünf Spiele in Lyon-Villeurbanne.

    Als Gastgeber war Deutschland automatisch für das Turnier qualifiziert, nahm jedoch dennoch am Qualifikationsturnier für den FIBA Women's Basketball World Cup 2026 in Lyon-Villeurbanne, Frankreich, teil. Dort überzeugte das Team und gewann vier seiner fünf Spiele.

    Qualifikationsturnier für den FIBA Women's Basketball World Cup 2026 (Lyon-Villeurbanne, Frankreich)

    1. Spieltag: Deutschland 76:49 Korea (S) Spielbericht 2. Spieltag: Philippinen 80:113 Deutschland (S) Spielbericht 3. Spieltag: Deutschland 63:85 Frankreich (N) Spielbericht 4. Spieltag: Kolumbien 57:78 Deutschland (S) Spielbericht 5. Spieltag: Nigeria 73:81 Deutschland (S) Spielbericht

    Bilanz bei Women's Basketball World Cups

    Deutschland nahm bislang nur einmal an diesem Wettbewerb teil - im Jahr 1998.
    • Teilnahmen (einschließlich 2026): 2

    • Letzte Teilnahme: 1998 (11. Platz)

    • Beste Platzierung: 11. Platz (1998)

    • Podiumsplatzierungen: Keine

    • Aktuelle FIBA-Weltrangliste der Frauen, präsentiert von Nike: 11. Platz

    Die letzten zehn FIBA-Wettbewerbe

    Jahr

    Wettbewerb

    Austragungsort

    Platzierung

    2025

    FIBA Women's EuroBasket

    Piraeus, Greece

    5th

    2024

    Olympic Games

    Paris, France

    7th

    2023

    FIBA Women's EuroBasket

    Ljubljana, Slovenia

    6th

    2022

    FIBA Women's Basketball World Cup

    Sydney, Australia

    Nicht teilgenommen

    2021

    FIBA Women's EuroBasket

    Valencia, Spain

    Nicht teilgenommen

    2020

    Olympic Games

    Tokyo, Japan

    Nicht teilgenommen

    2019

    FIBA Women's EuroBasket

    Belgrade, Serbia

    Nicht teilgenommen

    2018

    FIBA Women's Basketball World Cup

    Tenerife, Spain

    Nicht teilgenommen

    2017

    FIBA Women's EuroBasket

    Prague, Czechia

    Nicht teilgenommen

    2016

    Olympic Games

    Rio de Janeiro, Brazil

    Nicht teilgenommen

    Die Gruppenphase

    Deutschland traf im vergangenen Jahr als Mitgastgeber des EuroBasket 2025 vor heimischem Publikum auf Spanien.

    Deutschland tritt in Gruppe A an und startet mit einem hochkarätigen Duell gegen Spanien, auf das die Mannschaft bereits im vergangenen Jahr bei einem packenden Spiel in Hamburg im Rahmen des FIBA Women's EuroBasket traf. Danach wartet ein mögliches Basketball-Highlight gegen Japan, ehe Deutschland die Gruppenphase gegen Mali abschließt und dabei als klarer Favorit auf einen Sieg gilt.

    Spiele der Gruppenphase

    Spanien vs Deutschland (4. September) Deutschland vs Japan (5. September) Deutschland vs Mali (7. September)

    Spielerinnen im Fokus

    Leonie Fiebich und Nyara Sabally können für Deutschland zu spielentscheidenden Akteurinnen werden.

    Deutschland verfügt über zahlreiche Spielerinnen, die im Fokus stehen werden, was für die Gastgeberinnen besonders vielversprechend ist. Der Kader ist mit großem Talent besetzt und umfasst Spielerinnen wie Leonie Fiebich, Luisa Geiselsoder und Nyara Sabally, die an jedem Tag ein Spiel entscheiden können.

    Frieda Buhner überzeugte für Deutschland beim Qualifikationsturnier mit herausragenden Leistungen.

    Alexis Peterson bringt als wichtigste Spielmacherin enorme Qualität und Führungsstärke mit. Gleichzeitig werden viele Augen auf Nachwuchsstar Frieda Buhner gerichtet sein, die sich in den vergangenen rund 18 Monaten zu einer der am stärksten verbesserten Spielerinnen im Frauenbasketball entwickelt hat.

    Risiken und Hoffnungen

    Die größte Sorge könnte die mögliche Überabhängigkeit von Peterson sein, da im Spielaufbau sehr viel Verantwortung auf den Schultern der Point Guard liegt. Sie gibt dem deutschen Spiel den Rhythmus, während der Kader im Backcourt deutlich weniger Tiefe aufweist als im Frontcourt. Zwar können auch andere Spielerinnen den Ball führen, doch bei einem Turnier auf diesem Niveau werden erstklassige Spielmacherinnen benötigt, die das Spiel lenken.

    Die Hoffnung für Deutschland besteht darin, die voraussichtlich herausragende Unterstützung des Heimpublikums zu nutzen und mit den zahlreichen Optionen auf den Flügelpositionen sowie im Frontcourt einen tiefen Turnierlauf zu starten. Theoretisch ist ein Podiumsplatz in Reichweite – und sollte er gelingen, dürfte es zu wahrhaft unvergesslichen Szenen kommen.

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