BERLIN (Deutschland) – Deutschland wird beim FIBA Women's Basketball World Cup 2026 nicht nur voller Stolz als Gastgeber antreten, sondern gilt auch als Mannschaft mit dem Potenzial, weit zu kommen und um eine Medaille mitzuspielen.
Es ist erst das zweite Mal in der Geschichte, dass Deutschland an diesem prestigeträchtigen Turnier teilnimmt. Zuvor war das Land 1998 Gastgeber. Nun könnte erneut Geschichte geschrieben werden – sei es mit der besten Platzierung aller Zeiten oder sogar mit dem ersten Podiumsplatz.
Bei der Premiere vor 28 Jahren verpasste Deutschland das Viertelfinale. Diesmal könnte es anders laufen – insbesondere mit einem äußerst talentierten Kader, der Qualität und Erfahrung mit herausragenden Nachwuchsspielerinnen verbindet, die bereit sind, ihre Spuren zu hinterlassen.
So haben sie sich qualifiziert
Als Gastgeber war Deutschland automatisch für das Turnier qualifiziert, nahm jedoch dennoch am Qualifikationsturnier für den FIBA Women's Basketball World Cup 2026 in Lyon-Villeurbanne, Frankreich, teil. Dort überzeugte das Team und gewann vier seiner fünf Spiele.
Qualifikationsturnier für den FIBA Women's Basketball World Cup 2026 (Lyon-Villeurbanne, Frankreich)
1. Spieltag: Deutschland 76:49 Korea (S) Spielbericht 2. Spieltag: Philippinen 80:113 Deutschland (S) Spielbericht 3. Spieltag: Deutschland 63:85 Frankreich (N) Spielbericht 4. Spieltag: Kolumbien 57:78 Deutschland (S) Spielbericht 5. Spieltag: Nigeria 73:81 Deutschland (S) Spielbericht
Bilanz bei Women's Basketball World Cups
Teilnahmen (einschließlich 2026): 2
Letzte Teilnahme: 1998 (11. Platz)
Beste Platzierung: 11. Platz (1998)
Podiumsplatzierungen: Keine
Aktuelle FIBA-Weltrangliste der Frauen, präsentiert von Nike: 11. Platz
Die letzten zehn FIBA-Wettbewerbe
Jahr | Wettbewerb | Austragungsort | Platzierung |
|---|---|---|---|
2025 | FIBA Women's EuroBasket | Piraeus, Greece | 5th |
2024 | Olympic Games | Paris, France | 7th |
2023 | FIBA Women's EuroBasket | Ljubljana, Slovenia | 6th |
2022 | FIBA Women's Basketball World Cup | Sydney, Australia | Nicht teilgenommen |
2021 | FIBA Women's EuroBasket | Valencia, Spain | Nicht teilgenommen |
2020 | Olympic Games | Tokyo, Japan | Nicht teilgenommen |
2019 | FIBA Women's EuroBasket | Belgrade, Serbia | Nicht teilgenommen |
2018 | FIBA Women's Basketball World Cup | Tenerife, Spain | Nicht teilgenommen |
2017 | FIBA Women's EuroBasket | Prague, Czechia | Nicht teilgenommen |
2016 | Olympic Games | Rio de Janeiro, Brazil | Nicht teilgenommen |
Die Gruppenphase
Deutschland tritt in Gruppe A an und startet mit einem hochkarätigen Duell gegen Spanien, auf das die Mannschaft bereits im vergangenen Jahr bei einem packenden Spiel in Hamburg im Rahmen des FIBA Women's EuroBasket traf. Danach wartet ein mögliches Basketball-Highlight gegen Japan, ehe Deutschland die Gruppenphase gegen Mali abschließt und dabei als klarer Favorit auf einen Sieg gilt.
Spiele der Gruppenphase
Spanien vs Deutschland (4. September) Deutschland vs Japan (5. September) Deutschland vs Mali (7. September)
Spielerinnen im Fokus
Deutschland verfügt über zahlreiche Spielerinnen, die im Fokus stehen werden, was für die Gastgeberinnen besonders vielversprechend ist. Der Kader ist mit großem Talent besetzt und umfasst Spielerinnen wie Leonie Fiebich, Luisa Geiselsoder und Nyara Sabally, die an jedem Tag ein Spiel entscheiden können.
Alexis Peterson bringt als wichtigste Spielmacherin enorme Qualität und Führungsstärke mit. Gleichzeitig werden viele Augen auf Nachwuchsstar Frieda Buhner gerichtet sein, die sich in den vergangenen rund 18 Monaten zu einer der am stärksten verbesserten Spielerinnen im Frauenbasketball entwickelt hat.
Risiken und Hoffnungen
Die größte Sorge könnte die mögliche Überabhängigkeit von Peterson sein, da im Spielaufbau sehr viel Verantwortung auf den Schultern der Point Guard liegt. Sie gibt dem deutschen Spiel den Rhythmus, während der Kader im Backcourt deutlich weniger Tiefe aufweist als im Frontcourt. Zwar können auch andere Spielerinnen den Ball führen, doch bei einem Turnier auf diesem Niveau werden erstklassige Spielmacherinnen benötigt, die das Spiel lenken.
Die Hoffnung für Deutschland besteht darin, die voraussichtlich herausragende Unterstützung des Heimpublikums zu nutzen und mit den zahlreichen Optionen auf den Flügelpositionen sowie im Frontcourt einen tiefen Turnierlauf zu starten. Theoretisch ist ein Podiumsplatz in Reichweite – und sollte er gelingen, dürfte es zu wahrhaft unvergesslichen Szenen kommen.
FIBA