BERLIN (Deutschland) – Italien wird beim FIBA Women's Basketball World Cup 2026 mit dem festen Ziel auf das Parkett gehen, die sich bietende Chance bestmöglich zu nutzen, nachdem eine lange und überraschende Durststrecke ohne Teilnahme an einem globalen Großereignis endlich beendet wurde.
Zuletzt trat Italien 1996 bei den Olympischen Spielen auf globaler Ebene an, zwei Jahre nach der letzten Teilnahme an einem Women's Basketball World Cup. Doch nun befindet sich Italien wieder im Aufwind, nachdem das Team im vergangenen Jahr seine erste Medaille beim FIBA Women's EuroBasket seit den 1990er-Jahren gewann.
Diese herausragende Bronzemedaille könnte der Beginn einer längst überfälligen Renaissance des italienischen Basketballs sein, und Italien wird in Berlin ein Ausrufezeichen setzen wollen. Das Team zeichnet sich durch starken Zusammenhalt aus, verfügt mit Cecilia Zandalasini über einen erfahrenen Star und hat zudem zahlreiche Optionen von der Bank.
So haben sie sich qualifiziert
Italien überzeugte beim Qualifikationsturnier für den FIBA Women's Basketball World Cup 2026 in San Juan. Das Team gewann beeindruckende vier seiner fünf Spiele – darunter einen wichtigen Erfolg gegen den europäischen Rivalen Spanien. Die einzige Niederlage gab es gegen die übermächtige Mannschaft der USA.
Qualifikationsturnier für den FIBA Women's Basketball World Cup 2026 (San Juan, Puerto Rico)
1. Spieltag: Italien 78:41 Puerto Rico (S) – Spielbericht 2. Spieltag: Neuseeland 51:74 Italien (S) – Spielbericht 3. Spieltag: USA 93:59 Italien (N) – Spielbericht 4. Spieltag: Italien 68:56 Spanien (S) – Spielbericht 5. Spieltag: Senegal 35:85 Italien (S) – Spielbericht
Bilanz bei Women's Basketball World Cups
Teilnahmen (einschließlich 2026): 6
Letzte Teilnahme: 1994 (11. Platz)
Beste Platzierung: 4. Platz (1975)
Podiumsplatzierungen: Keine
Aktuelle FIBA-Weltrangliste der Frauen, präsentiert von Nike: 14. Platz
Die letzten zehn FIBA-Wettbewerbe
Jahr | Wettbewerb | Austragungsort | Platzierung |
|---|---|---|---|
2025 | FIBA Women's EuroBasket | Piraeus, Greece | 3rd |
2024 | Olympic Games | Paris, France | Nicht teilgenommen |
2023 | FIBA Women's EuroBasket | Ljubljana, Slovenia | 9th |
2022 | FIBA Women's Basketball World Cup | Sydney, Australia | Nicht teilgenommen |
2021 | FIBA Women's EuroBasket | Valencia, Spain | 9th |
2020 | Olympic Games | Tokyo, Japan | Nicht teilgenommen |
2019 | FIBA Women's EuroBasket | Belgrade, Serbia | 9th |
2018 | FIBA Women's Basketball World Cup | Tenerife, Spain | Nicht teilgenommen |
2017 | FIBA Women's EuroBasket | Prague, Czechia | 7th |
2016 | Olympic Games | Rio de Janeiro, Brazil | Nicht teilgenommen |
Die Gruppenphase
Die größte Hürde für Italien bei der lang ersehnten Rückkehr auf die globale Bühne ist die Auslosung. Mit den USA und China trifft das Team auf beide Finalisten von 2022 – zwei enorm schwierige Aufgaben. Umso mehr wirkt bereits das Auftaktspiel gegen Tschechien wie ein Pflichtsieg, und zwar vom ersten Sprungball an.
Spiele der Gruppenphase Tschechien vs Italien (4. September) Italien vs USA (5. September) Italien vs China (7. September)
Spielerinnen im Fokus
Cecilia Zandalasini gehört zu den talentiertesten Spielerinnen, die jemals das italienische Trikot getragen haben. Sie ist eine Spielerin, die den Verlauf eines Spiels verändern und ihr Team auf die eigenen Schultern nehmen kann, wenn es darauf ankommt.
Auch wenn sie offensiv nicht mehr ganz so produktiv ist wie zu Beginn ihrer Karriere, liegt das vielleicht auch daran, dass sie mittlerweile mit größerer Reife agiert und als Führungsspielerin in vielen anderen Bereichen wichtige Beiträge leistet. Italien braucht sie in Topform, um die nächste Runde zu erreichen.
Das Team zeigte eine starke Leistung auf dem Weg zur wertvollen Bronzemedaille beim FIBA Women's EuroBasket, wobei der Erfolg vor allem auf dem starken Duo aus Zandalasini und Center Lorela Cubaj basierte.
Cubaj hat zuletzt noch einmal einen Gang höher geschaltet und schöpft zunehmend das Potenzial aus, das sie bereits in jungen Jahren erkennen ließ. Sie ist physisch stark, enorm ehrgeizig und verleiht Italien Präsenz in der Zone. Wenn sie ihre derzeitige Form beibehält, könnte sie ein herausragendes Turnier spielen.
Risiken und Hoffnungen
Die größte Sorge besteht darin, dass nach einer derart langen Wartezeit der Erfolgsdruck enorm sein wird und Italien damit nicht gut zurechtkommt – insbesondere im nahezu unverzichtbaren Auftaktsieg gegen Tschechien. Aufgrund der Auslosung gibt es praktisch keinen Spielraum für Fehler. Deshalb muss Italien vom ersten Moment des Turniers an voll fokussiert sein, Leistung bringen und die nötige Ruhe bewahren.
Die Hoffnung liegt im wertvollen Rückenwind, den das Team mitbringt. Dieser stammt nicht nur vom Erfolg auf kontinentaler Ebene im vergangenen Jahr, sondern auch vom Qualifikationsturnier, das Italien mit einer Bilanz von 4:1 abschloss. Das könnte vor allem im entscheidenden Duell gegen China eine wichtige Rolle spielen. China wird zwar als Favorit in die Partie gehen, doch Italien hat durchaus die Qualität, den Gegner bis ans Limit zu fordern – insbesondere wenn die Würfe von jenseits der Dreierlinie fallen.
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