Teamprofil: Kann Tschechien das Beste aus seinem Comeback machen?

    Vorschau

    Die Finalistinnen von 2010 kehren nach zwölf Jahren auf die große Bühne zurück.

    BERLIN (Deutschland) – Tschechien musste hart kämpfen, um sich das Ticket nach Berlin zu sichern, wird aber alles daran setzen, die Rückkehr auf die Bühne des FIBA Women's Basketball World Cup optimal zu nutzen.

    Das Verpassen der letzten beiden Ausgaben bedeutete einen Rückschritt für eine Nation, die 2010 noch mit den USA um den Titel kämpfte und schließlich die Silbermedaille gewann.

    Auch wenn die Erwartungen deutlich bescheidener sind als bei der Heim-Weltmeisterschaft vor 16 Jahren, wird Tschechien alles daran setzen, für die eine oder andere Überraschung zu sorgen.

    So haben sie sich qualifiziert

    Tschechien erlebte ein wechselhaftes Qualifikationsturnier für den FIBA Women's Basketball World Cup 2026.

    Zunächst musste sich Tschechien über das Vorqualifikationsturnier 2024 qualifizieren. Anschließend entwickelte sich das Qualifikationsturnier in Wuhan zu einer echten Achterbahnfahrt. Trotz drei Niederlagen in fünf Spielen sicherte sich das Team das Ticket nach Berlin – vor allem dank des deutlichen Sieges gegen Brasilien, den direkten Konkurrenten im Kampf um die Qualifikation.

    Qualifikationsturnier für den FIBA Women's Basketball World Cup 2026 (Wuhan, China)

    1. Spieltag: Tschechien 89:52 Südsudan (S) Spielbericht 2. Spieltag: Mali 77:64 Tschechien (N) Spielbericht 3. Spieltag: Brasilien 65:84 Tschechien (S) Spielbericht 4. Spieltag: Tschechien 74:84 China (N) Spielbericht 5. Spieltag: Belgien 93:50 Tschechien (N) Spielbericht

    Bilanz bei Women's Basketball World Cups

    Als Gastgeber erreichte Tschechien beim FIBA Women's Basketball World Cup 2010 das Finale.
    • Teilnahmen (einschließlich 2026): 4

    • Letzte Teilnahme: 2014 (9. Platz)

    • Beste Platzierung: 2. Platz (2010)

    • Podiumsplatzierungen: 🥈 (2010)

    • Aktuelle FIBA-Weltrangliste der Frauen, präsentiert von Nike: 17. Platz

    Die letzten zehn FIBA-Wettbewerbe

    Jahr

    Wettbewerb

    Austragungsort

    Platzierung

    2025

    FIBA Women's EuroBasket

    Piraeus, Greece

    6th

    2024

    Olympic Games

    Paris, France

    Did not participate

    2023

    FIBA Women's EuroBasket

    Ljubljana, Slovenia

    7th

    2022

    FIBA Women's Basketball World Cup

    Sydney, Australia

    Did not participate

    2021

    FIBA Women's EuroBasket

    Valencia, Spain

    15th

    2020

    Olympic Games

    Tokyo, Japan

    Did not participate

    2019

    FIBA Women's EuroBasket

    Belgrade, Serbia

    15th

    2018

    FIBA Women's Basketball World Cup

    Tenerife, Spain

    Did not participate

    2017

    FIBA Women's EuroBasket

    Prague, Czechia

    13th

    2016

    Olympic Games

    Rio de Janeiro, Brazil

    Did not participate

    Die Gruppenphase

    Tschechien traf bereits Anfang des Jahres beim Qualifikationsturnier in Wuhan auf China.

    Tschechien wurde der Gruppe D zugelost und wird vermutlich mit einem Sieg gegen den europäischen Rivalen Italien starten müssen, um realistische Chancen auf das Weiterkommen zu haben. Danach wartet mit China, die Tschechien beim Qualifikationsturnier deutlich besiegt haben, eine weitere schwierige Aufgabe. Zum Abschluss trifft das Team auf Titelverteidiger USA.

    Spiele der Gruppenphase

    Tschechien vs Italien (4. September) China vs Tschechien (6. September) USA vs Tschechien (7. September)

    Spielerinnen im Fokus

    Julia Reisingerova soll für Tschechien unter beiden Körben die Schlüsselrolle übernehmen.

    Julia Reisingerova soll das Herzstück der Mannschaft sein, doch derzeit arbeitet sie nach einer Operation an ihrem Comeback. In Tschechien hofft man, dass sie rechtzeitig fit wird. Sollte sie ausfallen, wäre das ein schwerer Rückschlag. Ihre Größe, Erfahrung und Qualität sind enorme Stärken, und mit ihr auf dem Feld steigen die Chancen des Teams erheblich, da sie sowohl offensiv als auch defensiv eine zentrale Rolle spielt.

    Veronika Vorackova kann für Tschechien Spiele entscheiden und den Spielverlauf verändern.

    Der größte X-Faktor ist ohne Zweifel Veronika Vorackova, die nach einer historischen Saison mit Casademont Zaragoza in der EuroLeague Women nach Berlin kommt. Sie kann einem Spiel jederzeit eine neue Richtung geben. Gemeinsam mit der erfahrenen Petra Holesinska verfügt Tschechien über wertvolle Erfahrung im Kader.

    Risiken und Hoffnungen

    Die größte Sorge ist der schwerwiegende Ausfall von Emma Cechova, deren Verletzung eine kaum zu schließende Lücke hinterlässt. Sie wird das Turnier verpassen und ihre dominante Präsenz im Frontcourt wird dem Team schmerzlich fehlen. Hinzu kommen die Unsicherheiten um die Fitness von Julia Reisingerova. Sollten beide großen Innenspielerinnen fehlen, wäre das für Tschechien ein Albtraum.

    Die Hoffnung für Tschechien besteht darin, in Berlin von der Mittel- und Dreipunktedistanz herausragend zu treffen. Denn mit einer verkleinerten und möglicherweise unerfahrenen Frontcourt-Rotation sowie den Duellen gegen die körperlich überlegenen Teams aus China und den USA wird es kaum zu vermeiden sein, viele Punkte in Korbnähe zuzulassen.

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