4.–13. Sept.
    2026

    Teamprofil: Für Ungarn wird es nach 28 Jahren Wartezeit ernst

    Vorschau

    Zum ersten Mal seit 1998 stehen sie wieder auf der Bühne eines globalen Großereignisses.

    BERLIN (Deutschland) – Ungarn reist nach Berlin und will das Beste aus seiner ersten Teilnahme am FIBA Women's Basketball World Cup im 21. Jahrhundert machen. Das Team weiß, dass es bei seiner Rückkehr für Aufsehen sorgen kann.

    Nachdem Ungarn auch seit 1980 nicht mehr bei Olympischen Spielen vertreten war, sind Auftritte auf der globalen Bühne für das Team eine echte Seltenheit. Dennoch dürfte das Selbstvertrauen groß sein, zumindest die erste Turnierphase überstehen zu können.

    Ein Grund dafür ist, dass Ungarn in diesem Jahr beim Qualifikationsturnier bereits Teams wie Japan und die Türkei geschlagen hat. Das Team weiß also, dass es mit starken Gegnern mithalten kann und für jeden äußerst unangenehm werden kann, wenn es seine Bestform erreicht.

    So haben sie sich qualifiziert

    Ungarn feierte in Istanbul drei wichtige Siege und löste damit das Ticket für die Weltmeisterschaft

    Ungarn trotzte allen Erwartungen und Zweifeln und setzte sich beim Qualifikationsturnier zum FIBA Women's Basketball World Cup 2026 in Istanbul in der „Todesgruppe“ durch. Das Team gewann drei Spiele, darunter zwei Erfolge unter enormem Druck an den letzten beiden Spieltagen. Und das, nachdem Ungarn zwei Jahre zuvor bereits das Pre-Qualifikationsturnier zur Weltmeisterschaft hatte überstehen müssen.

    Qualifikationsturnier für den FIBA Women's Basketball World Cup 2026 (Istanbul, Türkiye) 1. Spieltag: Japan 65:77 Ungarn (S) Spielbericht 2. Spieltag: Ungarn 53:75 Kanada (N) Spielbericht 3. Spieltag: Australien 71:58 Ungarn (N) Spielbericht 4. Spieltag: Ungarn 92:81 Argentinien (S) Spielbericht 5. Spieltag: Türkei 74"89 Ungarn (S) Spielbericht

    Bilanz bei Women's Basketball World Cups

    Ungarn nahm zuletzt 1998 teil – ebenfalls in Deutschland
    • Teilnahmen (einschließlich 2026): 6

    • Letzte Teilnahme: 1998 (10. Platz)

    • Beste Platzierung: 5. Platz (1957)

    • Podiumsplatzierungen: Keine

    • AktuelleFIBA-Weltrangliste der Frauen, präsentiert von Nike: 19. Platz

    Die letzten zehn FIBA-Wettbewerbe

    Jahr

    Wettbewerb

    Austragungsort

    Platzierung

    2025

    FIBA Women's EuroBasket

    Piraeus, Greece

    Nicht teilgenommen

    2024

    Olympic Games

    Paris, France

    Nicht teilgenommen

    2023

    FIBA Women's EuroBasket

    Ljubljana, Slovenia

    4th

    2022

    FIBA Women's Basketball World Cup

    Sydney, Australia

    Nicht teilgenommen

    2021

    FIBA Women's EuroBasket

    Valencia, Spain

    Nicht teilgenommen

    2020

    Olympic Games

    Tokyo, Japan

    Nicht teilgenommen

    2019

    FIBA Women's EuroBasket

    Belgrade, Serbia

    7th

    2018

    FIBA Women's Basketball World Cup

    Tenerife, Spain

    Nicht teilgenommen

    2017

    FIBA Women's EuroBasket

    Prague, Czechia

    12th

    2016

    Olympic Games

    Rio de Janeiro, Brazil

    Nicht teilgenommen

    Die Gruppenphase

    Ungarn startet gegen Frankreich ins Turnier. Zuletzt trafen beide Teams im Spiel um Platz drei beim FIBA Women's EuroBasket 2023 aufeinander

    Zumindest auf dem Papier sieht dies nach einer Gruppe aus, in der Ungarn einiges erreichen und sehr konkurrenzfähig sein kann. Das Auftaktspiel gegen Frankreich, das zu den Anwärtern auf einen Podiumsplatz zählt, dürfte zwar eine schwierige Aufgabe werden. Gegen Nigeria und Korea wird sich Ungarn jedoch durchaus gute Chancen auf mögliche Siege ausrechnen.

    Spiele der Gruppenphase

    Ungarn vs. Frankreich (4. September) Nigeria vs. Ungarn (5. September) Ungarn vs. Korea (7. September)

    Spielerinnen im Fokus

    Dorka Juhasz sorgte beim Qualifikationsturnier in Istanbul für Furore

    Dorka Juhasz spielte beim Qualifikationsturnier überragend, stellte neue Scoring-Rekorde auf und wurde schließlich in das All-Star Five gewählt. Sie wird im Mittelpunkt der ungarischen Kampagne stehen. Virag Takacs-Kiss ergänzt sie hervorragend und kann dem Team ebenfalls wichtige Stabilität in der Zone verleihen.

    Reka Lelik verleiht Ungarn zusätzliche Durchschlagskraft in der Offensive

    Im Backcourt und auf den Flügelpositionen könnten Reka Lelik und Debora Dubei für die richtige Mischung aus Produktivität und Ruhe sorgen. Lelik ist dank ihrer offensiven Qualitäten und ihrer Vielseitigkeit jederzeit für eine herausragende Vorstellung gut, während Dubei Führungsstärke einbringt und viele der kleinen, aber entscheidenden Dinge auf dem Feld übernimmt. Auch Reka Dombai könnte sich als potenzielle Matchwinnerin erweisen.

    Risiken und Hoffnungen

    Wie mehrere andere Teams, die nach Berlin reisen, ist auch Ungarn stark von einer absoluten Starspielerin abhängig. Die Sorge besteht darin, dass Juhasz, sollte sie in einem Spiel nicht zur Verfügung stehen oder beispielsweise aufgrund von Foulproblemen in einer entscheidenden Phase fehlen, kaum zu ersetzen ist. Weder eine einzelne Spielerin noch das Kollektiv können die außergewöhnlichen Qualitäten, die sie mitbringt, ohne Weiteres auffangen.

    Ungarns Hoffnung ist, dass das Team den Schwung aus Istanbul mit nach Berlin nehmen kann. Dort zeigte es, wie unangenehm es als Gegner sein kann und wie unerbittlich es an beiden Enden des Feldes agiert. Mit Juhasz verfügt Ungarn zwar über seine herausragende Starspielerin, doch gleichzeitig zeichnet sich das Team durch einen starken Zusammenhalt aus. Genau das könnte dafür sorgen, dass die lang ersehnte Rückkehr auf die globale Bühne zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.

    Verfolgen Sie alle Vorbereitungsspiele

    Tracker: Vorbereitungsspiele für den FIBA Women's Basketball World Cup 2026

    FIBA